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Kurzfassung

30. August 2026

27.08.2026 Kurzfassung

Stellungnahme zum Bürgerentscheid zum künftigen Schulstandort des BIZ

Am 27. September findet der Bürgerentscheid über die Zukunft unserer weiterführenden Schulen statt. Wir möchten nun dazu aufrufen, dass alle Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, denn das Thema geht alle an.

Die sogenannte Schillerschulvariante, die nach der Klausurtagung der Gemeinderäte aller drei beteiligten Gemeinden des Schulverbandes klar bevorzugt wurde, bietet zum ersten Mal seit über 12 Jahren eine realistische Chance, den Schulstandort in Hemsbach für die nächsten 50 Jahre zu sichern. Durch die geänderten Regeln zur Schulbauförderung können beim Neubau des Bergstraßengymnasiums auf dem Schillerschulgelände und der Sanierung der Gemeinschaftsschule so hohe Fördersummen abgerufen werden, dass der Restbetrag, den die Schulverbandsgemeinden noch selber leisten müssen immer noch hoch, aber vertretbar ist und die Kommunen nicht gänzlich in ihrer Leistungsfähigkeit einschränkt werden.

Der Preis dafür wäre, dass die Carl-Engler-Realschule auslaufen muss und es damit am Schulstandort Hemsbach keine Realschule mehr gibt. Niemand macht leichten Herzens eine Schule zu, da es aber in vertretbarer Nähe in der Friedrich-Realschule im Weinheimer Norden ausreichend Realschulplätze gibt, um alle Hemsbacher Realschüler künftig aufzunehmen, bleibt die Realschule als eigenständige Schulart im Schulverband erhalten. Bereits heute besuchen nicht wenige Schüler aus Laudenbach Weinheimer Schulen und pendeln dafür mit Bus, Bahn oder Fahrrad.

Alle anderen Varianten kommen viel teurer und würden die Schulverbandsgemeinden finanziell auf Jahre hinaus völlig überfordern. Würde z.B. auf den Bürgerentscheid hin die Variante „Sportplatz“ gebaut, müssten in  Laudenbach alle freiwilligen Leistungen der Gemeinde auf den Prüfstand gestellt und deutlich eingekürzt werden, z.B. die Vereinsförderung, VHS, Musikschule. Da dadurch aber noch nicht genug eingespart werden kann, wäre die Gemeinde gezwungen, Gemeindesteuern wie die Grundsteuer deutlich zu erhöhen.

Die wahrscheinlichste Konsequenz aus einem gewonnenen Bürgerentscheid wäre, dass alles beim Alten bleibt, also die Carl-Engler-Realschule und das Gymnasium weiter im bestehenden Gebäude bleiben. Das wäre keineswegs eine kostengünstige Lösung. Das Gebäude steht auf einer Altlast, was in unabhängigen Gutachten und Untersuchungen über Jahrzehnte belegt ist. Zudem ist es mittlerweile sehr sanierungsbedürftig. Eine Sanierung des Bestandsgebäudes kann jedoch ein Millionengrab sein, da es durch die Altlastenproblematik jederzeit dazu kommen kann, dass die beiden Schulen von jetzt auf nachher ausziehen müssen. Außerdem wären die Sanierungskosten sehr schwer zu kalkulieren, da man z.B. bei Bodenarbeiten auf böse Überraschungen stoßen kann. Der Aufgabeantrag für dieses Schulgebäude wurde daher positiv beschieden – das kommt wirklich nur in wenigen begründeten Einzelfällen überhaupt vor. Eine Sanierung des bestehenden Schulgebäudes kommt daher nicht in Frage, denn das hieße, die uns anvertrauten Steuergelder in den Sand zu setzen. Schlimm genug, dass der Schulverband seit Jahren viel Geld (1 Mio pro Jahr) in das Gebäude steckt, um Brandschutzregeln zu entsprechen, die Beleuchtung zu verbessern usw.,  damit der Schulbetrieb aufrechterhalten werden kann.

Gewinnt der Bürgerentscheid, wird die Realschule vielleicht noch ein paar Jahre mehr weiterlaufen, aber letzten Endes wird der Schulstandort als ganzes gefährdet.

Es geht darum, den Schulstandort in Hemsbach wenigstens mit Gymnasium und Gemeinschaftsschule dauerhaft zu sichern, und darüber hinaus die Handlungsfähigkeit der Gemeinden des Schulverbands insgesamt zu erhalten.

Nehmen Sie am Bürgerentscheid teil, gehen Sie zur Wahl und entscheiden Sie mit, wie sich der Schulverband, aber auch die finanzielle Lage in unserer Gemeinde entwickeln wird.

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