Stellungnahme zur Bepflanzung des Rathausgartens

30. April 2021

Stellungnahme zur Bepflanzung des Rathausgartens

Letztes Jahr hat der Gemeinderat ein Konzept für die Gestaltung des Rathausumfelds beschlossen.

Durch die neue Bepflanzung sollte die verbliebene Grünfläche ums Rathaus optisch und ökologisch aufgewertet werden, auch zum Ausgleich für die Vergrößerung der Pflasterfläche.

So wie es aussieht, ist da etwas gründlich schiefgelaufen. Die Bepflanzung sieht zwar sehr ordentlich aus, kleine Pflänzchen stehen in Reih und Glied. Um alle Pflänzchen wurde die restliche Fläche allerdings sorgfältig mit feinem Schotter bedeckt. Bei der Bepflanzung handelt es sich um eine Staudengesellschaft für trockene Standorte. So sieht es jetzt auch aus – wie eine Wüste mit ein paar kleinen Pflanzen drin. Die Pflanzen sollen in den kommenden Monaten wachsen und den Schotter mit der Zeit abdecken. Dann wird die Bepflanzung möglicherweise irgendwann auch schöner aussehen und, wenn die Stauden blühen, auch Insekten Nahrung bieten.

Mit dem Feinschotter soll verhindert werden, dass beim ersten Regen Unkraut hochkommt und alles überwuchert. Damit man nicht auf die Idee kommt, hier handle es sich um einen Schottergarten, der von der Landesregierung jüngst sogar verboten wurde, heißt der Schotter hier „mineralischer Mulch“.

Egal ob der Schotter nun „mineralischer Mulch“ oder „Pflanzensubstrat“ heißt, zum jetzigen Zeitpunkt sieht der Rathausgarten wie ein Schottergarten aus, und genau das wollten alle Fraktionen im Gemeinderat nicht!

Wenn wir es beim jetzigen Zustand belassen, ist die Gemeinde kein Vorbild, und alle können unter dem Namen „mineralischer Mulch“ Schotter in den Gärten ausbringen. Wie will man Schotter und „mineralischen Mulch“ unterscheiden? Dabei ist es völlig irrelevant, ob jemand einen Fehler gemacht hat oder ob ein Missverständnis, etwa mit der ausführenden Firma, vorliegt. Alle Beteiligten sollten sich darauf konzentrieren, ums Rathaus einen akzeptablen Zustand herzustellen.

Die CDU-Fraktion hat deshalb angeregt, dass die Bepflanzung dichter gestaltet wird. Zum Beispiel indem in die Lücken zwischen den Pflanzen weitere Pflanzen gesetzt werden. Hier könnten einjährige Sommerblumen gepflanzt werden. Diese könnten im Herbst, wenn die Stauden größer geworden sind und Zwiebelpflanzen gesetzt werden sollen, wieder entfernt werden. Dann wird auch die Bepflanzung dicht genug sein, um auf den Schotter oder mineralischen Mulch verzichten zu können, weil durch den dichten Bewuchs weniger Unkraut hochkommt. Der „mineralischer Mulch“ genannte Schotter sollte weitestgehend entfernt werden. Reste die nicht entfernt werden können, sollten untergeharkt werden.

Wir sind der Meinung, dass hier nachgebessert werden muss und sind gerne bereit, die Verwaltung darin zu unterstützen, dass das umgesetzte Konzept dem, wie es sich der Gemeinderat vorgestellt hat, ähnlicher wird.

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