Landtagsabgeordnete Julia Philippi besucht BUND

5. Oktober 2020

Landtagsabgeordnete Julia Philippi besucht BUND

Im Rahmen ihrer Wahlkreis-Rundtour zum Thema Naturschutz hat die Landtagsabgeordnete Julia Philippi die Ortsgruppe Hemsbach-Laudenbach des BUND (Bund für Umwelt – und Naturschutz) besucht. Als Thema stand die Biotopvernetzung auf dem Programm. Biotopvernetzung ist wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt, weil sie für den genetischen Austausch von Tier – und Pflanzen-Populationen eine Voraussetzung ist. Deshalb ist die bessere Vernetzung der Biotope ein Bestandteil der Naturschutzpolitik der Landesregierung, die dafür einen landesweiten Biotopverbund erstellt hat.

Das Treffen begann mit einer Besichtigung eines gelungenen Ansatzes zur Biotopvernetzung:  Julia Philippi, in Begleitung des Laudenbacher CDU-Vorsitzenden Jörg Werner, der Vorsitzenden der Frauenunion Farida Schreiner, ihrer Stellvertreterin Gerdi Matzat und der Fraktionsvorsitzenden Dr. Eva Schüßler, wurde von den Vorstandsmitgliedern des BUND Isabelle Werner, Gerhard Röhner und Felix Kokocinski empfangen. Zunächst wurde der vor einigen Jahrzehnten angelegte Molchteich besichtigt, wo die Kindergruppe des BUND vor 15 Jahren den Kammmolch nachgewiesen hat, der eine besonders geschützte Art ist und sogar einen europäischen Schutzstatus genießt. Die Leiterin der Kindergruppe Eva Schüßler konnte an dieser Stelle einiges über die Naturpädagogik der Kindergruppe berichten, in der es vor allem um „Natur erleben“ geht. Die Kinder bewegen sich im Freien, entwickeln einen neuen Bezug zur Natur, bestaunen Tiere und Pflanzen unserer Umgebung, auch sehr kleine mit Hilfe von Mikroskopen, und lernen nebenbei spielerisch natürlich auch vieles über die Natur vor Ort.

Weil die Population des Kammmolchs durch den Bau der Kreisverbindungsstraße gefährdet wurde, wurde neben einem Amphibienzaun als Ersatzlebensraum eine Hecke mit Steinhaufen und Totholz angelegt. Diese dient gleichzeitig als Leitstruktur für die Wanderung der Tiere. An der Landesgrenze nach Hessen wurde ein Trittsteinbiotop für die Biotopvernetzung in Richtung Bruchsee und den Tümpeln in seiner Umgebung angelegt. In den Teichen des Trittsteinbiotops wurden mittlerweile bereits Kammmolche und Kammmolchlarven und viele andere Amphibien nachgewiesen. Nachdem Julia Philippi auch diese Teiche besichtigen durfte, fand sich die Gruppe unter Beachtung der Corona-Hygienemaßnahmen in der Umweltscheuer des BUND zu einer Gesprächsrunde zusammen.

Gerhard Röhner zeigte auf einer Präsentation den Biotopverbund Baden-Württemberg landesweit und lokal an der badischen Bergstraße. Er ging auch auf die Vorstellungen des BUND ein, wie und wo  ganz konkret eine weitere Vernetzung der Biotope des Kammmolches auf Laudenbacher und Hemsbacher Gemarkung möglich und wünschenswert wäre. Der Kammmolch steht dabei als Zeigerart für einen ganzen Biotop-Typ, wo auch viele andere Tier – und Pflanzenarten leben. Anhand des Organigramms der sehr aktiven BUND-Ortsgruppe wurde die Naturschutzarbeit vor Ort erläutert. Von der Biotoppflegegruppe, einer Vortragsreihe über Naturschutzthemen, einer Gruppe „Naturfotografie“, einem Kerweteam, Naturpädagogik in der Kindergruppe, Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendarbeit, der  Naturschule mit ihrem Veranstaltungsprogramm und regelmäßiger Vorstandsarbeit, die alles zusammenhält, kommt einiges an Aktivitäten zusammen. Die Vorstandsmitglieder des BUND äußerten sich auf Nachfrage von Julia Philippi zufrieden mit der Naturschutzpolitik der Grün-Schwarzen Landesregierung. Auf ihre Frage, was sich der Hemsbach-Laudenbacher BUND noch von der Politik wünschte, antwortete Röhner spontan: „mehr Politiker, die Naturschutzthemen so aufgeschlossen gegenüber stehen, wie Sie.“

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