Besuch der konfessionellen Kindergärten

26. Februar 2019

Die CDU- Fraktion Laudenbach besichtigt den katholischen Kindergarten „Abenteuerland“ und den evangelischen Kindergarten „Miteinander“

Nachdem die CDU-Fraktion des Laudenbacher Gemeinderats letzten Herbst den kommunalen Kindergarten mit seinem neuen Anbau besichtigt hatte, stand nun eine Besichtigung der beiden konfessionellen Kindergärten in Laudenbach an.

Im Kindergarten herrscht ständig Leben, die Kinder flitzen durch die Gänge, malen, basteln, singen, machen Lärm und nutzen das Gebäude und das Mobiliar ab. Die letzte größere Sanierung im katholischen Kindergarten Abenteuerland hat vor zwanzig Jahren stattgefunden. Seitdem wurde der ein – oder andere Raum gestrichen, einer bekam eine neue Beleuchtung, die Krippengruppe mit 10 Plätzen wurde eingebaut. Ein Problem, das bei der letzten Sanierung noch nicht so drängend erschien, ist die Erwärmung der Räume im Sommer durch die großen Südfenster und das Dach. Zum Glück steht im Garten der große Walnussbaum, in dessen Schatten sich Kinder und Erzieherinnen flüchten können.

Zwei der älteren Gruppenräume haben wunderschöne Emporen, genannt die „Ebene“, die als echte Rückzugsräume für die Kinder für Erwachsene nur schwer zugänglich sind. Manches Fraktionsmitglied wollte kurzzeitig wieder ein Kind sein. In diesen Räumen muss eine hellere Beleuchtung und zeitgemäßer Schallschutz hergestellt werden. In der Fraktion herrschte aber Einigkeit, dass die „Ebene“ dabei erhalten bleiben muss. Manche wollten sie gar unter Denkmalschutz stellen. Die Fraktionsmitglieder erfuhren bei dem Besuch, dass, nachdem in den vergangenen Jahren viel in den kommunalen und den evangelischen Kindergarten investiert wurde, nunmehr einige Investitionen im katholischen Kindergarten Abenteuerland anstehen werden.

Im Kindergarten Abenteuerland stehen 95 Betreuungsplätze in vier Kindergartengruppen und einer Krippengruppe zur Verfügung. Zur Zeit werden 83 Kinder von 26 Betreuerinnen, die größtenteils in Teilzeit arbeiten, betreut. Die Betreuungsplätze, die momentan frei scheinen, werden innerhalb der nächsten Zeit für Krippenkinder, die in den Kindergarten aufrücken, oder durch nachrückende Geschwisterkinder benötigt. Auch belegen Kinder unter drei Jahren, die im Kindergarten sind, zwei Plätze, weil sie noch mehr betreut werden müssen. So ist der Kindergarten für dieses Jahr schon ausgebucht. Bis die Vorschulkinder in die Schule kommen werden, werden alle 95 Plätze belegt sein. Im Kindergarten Abenteuerland gibt es 20 Ganztagskinder und in der Krippengruppe 3, alle anderen besuchen die verlängerte Öffnungszeit bis 14.30 Uhr.

Im Außenbereich wurde Vieles in Eigenarbeit, auch mit ehrenamtlicher Hilfe von Eltern, angelegt. Außer dem schönen Nussbaum gibt es naturnahes Gelände zum Spielen, einen „Fuhrpark vom Bobbycar übers Dreirad bis zum Fahrrad und einen Bauwagen, der als Forscherlabor dient. Spielerisches Naturerleben hat im Kindergarten Abenteuerland Tradition, die Kinder können oft und viel nach draußen, gehen in Gruppen in den Wald oder an den Teich. Für die Kinder, die zum Mittagessen angemeldet sind, gibt es im Bartholomäussaal das beliebte Mittagessen, das vor Ort liebevoll zubereitet wird. Regelmäßig findet eine Kinderkonferenz statt, bei der sich die Kinder zu Wort melden, Probleme ansprechen und ihre Meinung äußern können. Die Partizipation der Kinder ist hier wichtig und die Meinung der Kinder wird ernst genommen.

Im ebenfalls gut ausgelasteten evangelischen Kindergarten Miteinander werden insgesamt 84 Kinder von 18 Erzieherinnen betreut, von denen einige in Teilzeit arbeiten. 20 Kinder besuchen die zwei Krippengruppen, die übrigen 64 sind in den drei altersgemischten Kindergartengruppen. Alle Gruppenräume sind mit einer Bauecke, einem Basteltisch und einer Vorleseecke ausgestattet. Auch im evangelischen Kindergarten wird für alle Kinder frisch gekocht. Das schmeckt so gut, dass mittlerweile fast alle Kinder am Mittagessen teilnehmen. Als kirchliche Einrichtung legt der Kindergarten Wert darauf, dass vor dem Essen Tischgebet gesprochen wird.

Zwischen den Gruppenräumen sind noch ein paar kleinere Räume wie der Forscherraum, ein Bauzimmer, ein Puppenspielzimmer, dessen alte aber sehr schöne Kindertische Fraktionsmitglied Jörg Werner unentgeltlich neu lackieren will, und ein gemütlicher Snoezlen-Raum zum Kuscheln und Entspannen. Der evangelische Kindergarten wurde erst vor kurzem umgebaut und saniert, aber auch hier werden noch Maßnahmen gegen das Aufheizen der Räume im Sommer erforderlich. Zum Glück wachsen im Außenbereich große Bäume, die Schatten spenden.

Der Kindergarten hat ein teiloffenes Konzept, die Kinder sind in ihrer Gruppe, können sich aber nach festen Regeln frei in den verschiedenen Räumen bewegen. In der Kinderkonferenz können sich die Kinder für verschiedene Projekte anmelden, wie Forschen, Kochen, Musik oder Werken. Auch der evangelische Kindergarten nimmt an der Kooperation mit der Sonnbergschule und an Kooperationen mit verschiedenen Vereinen und der Feuerwehr teil.

Schon früh üben sich die Kinder in demokratischen Vorgängen: Jede Gruppe wählt alle vier Wochen ihre Kindersprecher, die die Belange der Gruppe bei der Kinderkonferenz vertreten. Sie haben aber auch zum Beispiel bei der Zusammenstellung des freitäglichen Frühstücksbüffets, für das die Kinder mit zum Einkaufen gehen und das sie selbst zubereiten, ein Mitspracherecht. Wenn die Kinder schon im Kindergarten regelmäßig Wahlen abhalten, Demokratie und Debattenkultur lernen, dann müssen wir uns um die Zukunft demokratischer Gremien wie dem Gemeinderat keine Sorgen machen. Der Nachwuchs ist schon unterwegs.

Im evangelischen Kindergarten „Miteinander“

 

 

 

Im katholischen Kindergarten „Abenteuerland“

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